Seite 2 von 2

Verfasst: Di 5. Sep 2006, 21:44
von Andreas H
Ich denke das ist schon das selbe. Wenn der Sensorantiwackel mit einer höheren als der hörbaren Frequenz wackelt, dann kann man doch wohl als Ultraschall bezeichnen, oder nicht?

Wer einen Hund hat, der kann ja mal berichten was der beim Sensorreinigen so anstellt.

Und Fledermäuse anlocken hätte doch auch was.

Grüße
Andreas

Verfasst: Di 5. Sep 2006, 21:50
von Reiner
Andreas H hat geschrieben:Ich denke das ist schon das selbe. Wenn der Sensorantiwackel mit einer höheren als der hörbaren Frequenz wackelt, dann kann man doch wohl als Ultraschall bezeichnen, oder nicht?
Alles andere macht ja auch keinen Sinn !

Verfasst: Di 5. Sep 2006, 23:05
von Elwood
donholg hat geschrieben:Erstaunlicherweise zeigt meine D200 geringere Empfindlichkeit gegen Staub, als die D70 zuvor.
Bisher hat der Blasebalg völlig genügt.
Kleinste Staubteilchen sind mir noch nie aufgefallen, sondern nur große "Brocken", die einen großen diffusen Schatten erzeugt haben.
Geht mir genauso!
donholg hat geschrieben:Sind Ultraschall geschüttelte Sensoren nicht potentielle Front- Backfokuspatienten.
Bleibt der Sensor wirklich präzise in der passenden Fokusebene?
Ich nehme an, es wird nur lateral geruettelt.
Aber ich frage mich wie das mit den Kontakten geregelt ist.

Insbesondere die Bondingdraehte.
Wenn diese tatsaechlich zehntausende Mal einen(?) Millimeter
pro Sekunde bewegt werden, treten ja auch ordentliche
Beschleunigungs- und Massentraegheitskraefte auf, denen die
feinen (20 um ?!) Golddraehte ausgesetzt sind.

Und Sony Sensoren,... Bondingdraehte, ... war da nicht mal was?! .... :kratz:

- Juergen -

Verfasst: Mi 6. Sep 2006, 07:41
von Karl
Hallo,
in einem test der Sony von ephottozine wurde der Mechanismus getestet. Danach ist das ganze relativ unwirksam; der bei Olympus, der zum Vergleich genommen wurde, war zwar besser, aber sauber wurde der Sensor auch nicht. Also wieder mehr ein schöner Marketing-Faktor.
Hier der Link: http://www.ephotozine.com/equipment/tes ... est_id=468
und der Textauszug:
Anti-dust measures
Sony have modified the CCD-shift system in the Alpha so that it will vibrate when the camera is switched off. By doing this, the CCD-shift mechansm should behave similarly to Olympus' Supersonic Wave filter, dislodging dust particles that are adhered to the sensors surface. Sony have also added a specially formulated anti-static coating to minimise any static build-up that would hold dust in it's place.

The images below are the results of testing the effectiveness of the system. For testing purposes, I allowed dust to build up on the sensor by opening the shutter for long periods using the bulb setting until the amount of specks were substantial enough. The shutter was opened for over two hours in total, which would be the equivalent of many lens changes under normal circumstances. I then switched the camera on and off five times. If you move your mouse pointer over the left-hand image, you will see the effect this had.


Hover over this image to see the effect five cleaning cycles has on a dusty sensor
The camera was powered down with the battery removed and left overnight to allow any static build-up to dissapate. To see the effect of five more cleaning cycles, hover your pointer over the image above.

After seeing that the dust hadn't budged an inch after five cycles, I concluded that static build-up on the sensor's surface must be responsible for holding the particles in place. To make sure this wasn't the case, I removed the battery from the camera and left it overnight so I could repeat the process in the morning. The image on the right-hand side is the result of repeating five cleaning cycles in the morning, moving your mouse-over the image will show the results of this test.

Unfortunately, vibrating the sensor still hasn't budged most of the dust. If you move your move pointer over the right-hand image repeatedly, you'll see that one of the larger particles has rotated slightly, but that's it I'm afraid.

It's a shame this test ended in disappointment, I really wanted this seemingly good idea to be effective, but as you can see from the results, it's far from it.

Verfasst: Mi 6. Sep 2006, 17:31
von Reiner
Elwood hat geschrieben:Insbesondere die Bondingdraehte.
Wenn diese tatsaechlich zehntausende Mal einen(?) Millimeter
pro Sekunde bewegt werden, treten ja auch ordentliche
Beschleunigungs- und Massentraegheitskraefte auf, denen die
feinen (20 um ?!) Golddraehte ausgesetzt sind.

Und Sony Sensoren,... Bondingdraehte, ... war da nicht mal was?! .... :kratz:
Die Ultraschallreinigung bewegt den Chip bei weitem nicht im mm-Bereich, das ist eher im µm-Bereich angesiedelt.
Mir sind bislang keine Erkenntnisse untergekommen, daß intakte Bonddrähte durch Ultraschall beschädigt werden.

Wir reinigen bei uns Chipoberflächen in Ultraschallbecken. Dabei werden die Teile zusätzlich in Flüssigkeiten eingelegt, um die Einkopplung des Ultraschall zu verbessern. Die Leistung dieser Becken dürfte die einer kamerainternen Reinigung deutlich übersteigen. Ein Reingungsvorgang kann dabei auch mal bis zu 30min oder länger dauern.
a. Sind dabei noch keine intakten Bonds zerstört worden.
b. Kriegt man selbst unter diesen Bedingungen nicht immer alle Krümel von der Oberfläche.
Daher halte ich von diesem Gimmick erstmal nicht allzuviel. Es mag zwar eine Wirkung geben, jedoch wird es eine Nassreinigung allenfalls verzögern, nicht aber ersetzen (Bei denjenigen, die warum auch immer häufiger reinigen müssen).
Es würde mich nicht wundern, wenn die Wirkung knapp besser als ein richtig eingesetzter Blasebalg ist...

Verfasst: Mi 6. Sep 2006, 17:52
von Elwood
Reiner hat geschrieben:Wir reinigen bei uns Chipoberflächen in Ultraschallbecken. Dabei werden die Teile zusätzlich in Flüssigkeiten eingelegt, um die Einkopplung des Ultraschall zu verbessern.
Wahrscheinlich hast Du recht und die Kraefte halten sich in Grenzen.

Wird bei der Ultraschallreinigung wie Du sie beschreibst nicht
die Fluessigkeit zu Schwingungen angeregt (ueber das Becken)
die dann ueber die Chipoberflaeche wandern und anhaftende
Partikel loesen? So habe ich mir das immer vorgestellt.

Verfasst: Mi 6. Sep 2006, 17:55
von Reiner
Richtig... Und selbst mit dieser, doch eher groben Methode, bekommt man nicht alle Partikel runter!

Das basiert ja auxh auf Masseträgheit und wenn der Partikel entsprechend leicht ist, dann schwingt der halt tapfer mit... :cool:

Verfasst: Mi 6. Sep 2006, 18:03
von Bernd
Elwood hat geschrieben:
donholg hat geschrieben:Erstaunlicherweise zeigt meine D200 geringere Empfindlichkeit gegen Staub, als die D70 zuvor.
Bisher hat der Blasebalg völlig genügt.
Kleinste Staubteilchen sind mir noch nie aufgefallen, sondern nur große "Brocken", die einen großen diffusen Schatten erzeugt haben.
Geht mir genauso!

- Juergen -
Mir auch ;) Dann ist wohl doch was dran, dass CMOS Sensoren weniger anziehend für Staub sind. Der rüttelnde AA-Filter der 400D ist wohl eher ein Marketing-Gag, der ins "Geh Spielen" Image passt ;) :D

Verfasst: Fr 8. Sep 2006, 19:09
von Stromer
Nach ca 2200 km durch Italien/Frankreich ist der mir wohl bekannte Staub auf dem Sensor weniger geworden. Moppedfahren hilft auch. Die D70 liegt bei mir im Tankrucksack. Vielleicht halfen auch nur die Beschleunigungsexzesse. :P


Spaß beiseite, ich dachte das zumindesd die Olympus-Geschichte einen echten Vorteil bringt.