Von meiner analogen SLR kenne ich die Regel, dass die längstmögliche Verschlusszeit für Aufnahmen aus der Hand bei gegebener Brennweite dem Kehrwert der aktuellen Brennweite entspricht (z.B. bei 50mm : 1/50 sec).
Wie ist das bei DSLRs mit dem kleineren Bildchip? Gelten hier die gleichen Zeiten, oder muss man den (durch die kleinere Bilddiagonale bedingten) Verlängerungsfaktor mit berücksichtigen?
Längstmögl. Verschlusszeit abh. v. Brennweite bei DSLR
Moderator: pilfi
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Längstmögl. Verschlusszeit abh. v. Brennweite bei DSLR
Gruß Timo.
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Genau das habe ich mich gestern auch gefragt 
Im D70 - Handbuch habe ich die alte Weisheit (Kehrwert der aktuellen Brennweite) auch gelesen (Seite 80).
Scheint also auch für die kleineren Bildchips zu gelten.
(Vermutet hatte ich aber was Anderes und warum es so ist ??? - Keine Ahnung!)

Im D70 - Handbuch habe ich die alte Weisheit (Kehrwert der aktuellen Brennweite) auch gelesen (Seite 80).
Scheint also auch für die kleineren Bildchips zu gelten.
(Vermutet hatte ich aber was Anderes und warum es so ist ??? - Keine Ahnung!)
Zuletzt geändert von Tommy-W am Di 6. Apr 2004, 13:47, insgesamt 2-mal geändert.
Nette Grüße
Tommy
Tommy
Niemals! Der Faktor muß mit Sicherheit berücksichtigt werden!
Extremfall (analog) Minox 8 x 11:
Sie hat eine Brennweite von 15 mm.
Effektiv entspricht das KB-mäßig 50 mm.
Und genau so verhält sich die Kamera auch bzgl. Verwackeln.
1 / 15 Sekunde ohne Verwackeln aus der Hand schafft man damit niemals, es sollte schon 1 / 50 Sekunde sein.
Und bei der z. B. CP 5700 verhalten sich die 71,2mm ebenso wie wenn man ein 280 mm Tele an einer SLR hat.
So sehe ich das zumindest...
Extremfall (analog) Minox 8 x 11:
Sie hat eine Brennweite von 15 mm.
Effektiv entspricht das KB-mäßig 50 mm.
Und genau so verhält sich die Kamera auch bzgl. Verwackeln.
1 / 15 Sekunde ohne Verwackeln aus der Hand schafft man damit niemals, es sollte schon 1 / 50 Sekunde sein.
Und bei der z. B. CP 5700 verhalten sich die 71,2mm ebenso wie wenn man ein 280 mm Tele an einer SLR hat.
So sehe ich das zumindest...
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Die von MINOX angeführten Beispiele sind für auf Filmgröße gerechnete Optiken. Das ist bei DSLR aber nicht so. Der Faktor entsteht bei DSLR durch einen "Ausschnitt" des Bildes bzgl. KB. Dadurch spielt er bei Verwacklung keine Rolle.
So long,
Matthias
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Matthias
CP4500 und jede Menge Zeug
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Hm, ich bleibe doch bei meiner Meinung und Versuche sie zu begründen...
Was ist eigentlich "verwackelt"?
Es ist doch die Unschärfe im Bild, die dadurch entsteht, dass sich die Kamera bzw. das Objektiv innerhalb der Zeit, in der der Verschluß geöffnet ist, bewegt.
Dadurch wird z. B. ein Punkt zu einer wirren "Freihandlinie".
Die Bewegung der Kamera ist ja nun so ziemlich die gleiche, egal ob das Objektiv 20 mm oder 50 mm oder 200 mm Brennweite hat.
(Ob man nun mit einem schweren Objektiv einen Vorteil durch die größere Masse(nträgheit) hat oder ob man eher mehr zittert, weil die Muskeln sich mehr anstrengen müssen lasse ich mal außen vor)
Eine Aufnahme mit der Brennweite 20 mm bei z. B. 1 / 50 sec. ist also eigentlich genauso verwackelt wie eine mit 200 mm.
Nur hat man bei 200 mm eigentlich nichts anderes als wie die erwähnte Ausschnittvergrößerung, allerdings nicht durch einen kleineren Chip, sondern hervorgerufen durch die Optik. :?
Der Effekt aber ist der gleiche: die "Freihandlinie" des Punktes ist bei 20 mm nur viel kleiner als bei 200 mm und wird daher bei 20 mm noch als "scharfer Punkt" auf dem Chip/Film dargestellt. Bei 200 mm wird sie vergrößert und wirkt unscharf.
In der Praxis ist die Kehrwertregel sicherlich ein brauchbarer Anhaltspunkt, mehr aber auch nicht. Und der Faktor 1,6 ist sicherlich nicht weltbewegend, was die Verwacklung betrifft...
Vielleicht bleiben die Kamerahersteller deshalb dabei.
Weitwinkelobjektive ergeben oft unscharfe Aufnahmen, weil man sich auf diese Regel verläßt. :?
Ich wollte es auch nicht glauben, habe dann aber zu meiner Analogzeit mit einem 17 mm Objektiv Diaaufnahmen aus der Hand mit 1/20 , 1/50 und 1/100 sec. gemacht.
Zusätzlich noch 1/20 vom Stativ, natürlich immer das gleiche Motiv (Haus, Antenne oben drauf, Baum, Garten).
1/20 sec. war DEUTLICH unscharf, 1/100 sec. war ganz gut, optimal war nur die Aufnahme vom Stativ...
Ihr solltet so etwas auch einmal testen.
Digital geht es ja kostenfrei. Und man muß nicht mit der Nase an Dialeinwand herantreten sondern Zoomt am Monitor einfach auf 100%.
Ich weiß natürlich nicht, ob man mein Gefasel
verstehen kann, jedoch war´s einen Versuch wert... 

Was ist eigentlich "verwackelt"?
Es ist doch die Unschärfe im Bild, die dadurch entsteht, dass sich die Kamera bzw. das Objektiv innerhalb der Zeit, in der der Verschluß geöffnet ist, bewegt.
Dadurch wird z. B. ein Punkt zu einer wirren "Freihandlinie".
Die Bewegung der Kamera ist ja nun so ziemlich die gleiche, egal ob das Objektiv 20 mm oder 50 mm oder 200 mm Brennweite hat.
(Ob man nun mit einem schweren Objektiv einen Vorteil durch die größere Masse(nträgheit) hat oder ob man eher mehr zittert, weil die Muskeln sich mehr anstrengen müssen lasse ich mal außen vor)
Eine Aufnahme mit der Brennweite 20 mm bei z. B. 1 / 50 sec. ist also eigentlich genauso verwackelt wie eine mit 200 mm.
Nur hat man bei 200 mm eigentlich nichts anderes als wie die erwähnte Ausschnittvergrößerung, allerdings nicht durch einen kleineren Chip, sondern hervorgerufen durch die Optik. :?
Der Effekt aber ist der gleiche: die "Freihandlinie" des Punktes ist bei 20 mm nur viel kleiner als bei 200 mm und wird daher bei 20 mm noch als "scharfer Punkt" auf dem Chip/Film dargestellt. Bei 200 mm wird sie vergrößert und wirkt unscharf.
In der Praxis ist die Kehrwertregel sicherlich ein brauchbarer Anhaltspunkt, mehr aber auch nicht. Und der Faktor 1,6 ist sicherlich nicht weltbewegend, was die Verwacklung betrifft...
Vielleicht bleiben die Kamerahersteller deshalb dabei.
Weitwinkelobjektive ergeben oft unscharfe Aufnahmen, weil man sich auf diese Regel verläßt. :?
Ich wollte es auch nicht glauben, habe dann aber zu meiner Analogzeit mit einem 17 mm Objektiv Diaaufnahmen aus der Hand mit 1/20 , 1/50 und 1/100 sec. gemacht.
Zusätzlich noch 1/20 vom Stativ, natürlich immer das gleiche Motiv (Haus, Antenne oben drauf, Baum, Garten).
1/20 sec. war DEUTLICH unscharf, 1/100 sec. war ganz gut, optimal war nur die Aufnahme vom Stativ...
Ihr solltet so etwas auch einmal testen.
Digital geht es ja kostenfrei. Und man muß nicht mit der Nase an Dialeinwand herantreten sondern Zoomt am Monitor einfach auf 100%.
Ich weiß natürlich nicht, ob man mein Gefasel


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Bei Deiner Theorie mußt Du aber grundsätzlich eins bedenken:
Größere Brennweite -> größerer Bildauschnitt -> Bilddiagonale des Motives nimmt immer weniger "Raum" ein.
Ok, ist nicht sehr verständlich, aber stell Dir einen langen Stab vor, sagen wir mal gut 50 Meter (Soll dann sowas wie das Megatele sein
)
An Deinem Ende der Drehpunkt, nur ein paar cm vom Ende entfernt.
Was glaubst Du, passiert, wenn Du an Deinem Ende auch nur ein paar Zehntel Millimeter stubst
Das entfernte Ende bewegt sich gleich mal den einen oder anderen Meter
Und nun das Weitwinkel, der Stecken dürfte nicht allzulang sein, also ist seine Bewegeung am vorderen Ende wesentlich geringer..
Mannomann, das war aber nun reichlich bildlich...
Soll heißen, je größer die Brennweite, desto größer ist der "optische Hebel" bei Bewegungen . Der Crop-Faktor der Digichips tut sein übriges dazu, ist ja schließlich ne Brennweitenverlängerung...
Größere Brennweite -> größerer Bildauschnitt -> Bilddiagonale des Motives nimmt immer weniger "Raum" ein.
Ok, ist nicht sehr verständlich, aber stell Dir einen langen Stab vor, sagen wir mal gut 50 Meter (Soll dann sowas wie das Megatele sein

An Deinem Ende der Drehpunkt, nur ein paar cm vom Ende entfernt.
Was glaubst Du, passiert, wenn Du an Deinem Ende auch nur ein paar Zehntel Millimeter stubst

Das entfernte Ende bewegt sich gleich mal den einen oder anderen Meter

Und nun das Weitwinkel, der Stecken dürfte nicht allzulang sein, also ist seine Bewegeung am vorderen Ende wesentlich geringer..
Mannomann, das war aber nun reichlich bildlich...
Soll heißen, je größer die Brennweite, desto größer ist der "optische Hebel" bei Bewegungen . Der Crop-Faktor der Digichips tut sein übriges dazu, ist ja schließlich ne Brennweitenverlängerung...
Gruß,
Stefan
"Jetzt lassen wir die Realität mal außen vor und schauen uns an, wie das wirklich geht..."
Tim Pritlove
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Hallo,
also ich denke, die Faustregel behält ihre Gültigkeit, da ja das Objektiv keine längere Brennweite kriegt, man sieht halt nur den Ausschnitt bedingt durch den kleineren Sensor. Der Umkehrschluß würde bedeuten, das bei einer Kleinbildaufnahme mit demselben Objektiv die Mitte verwackelt ist
Generell lassen sich SLRs egal ob digital oder analog wesentlich ruhiger halten, da man die Kamera dicht am Körper hält (man muss ja durch den Sucher gucken
)
also ich denke, die Faustregel behält ihre Gültigkeit, da ja das Objektiv keine längere Brennweite kriegt, man sieht halt nur den Ausschnitt bedingt durch den kleineren Sensor. Der Umkehrschluß würde bedeuten, das bei einer Kleinbildaufnahme mit demselben Objektiv die Mitte verwackelt ist


Generell lassen sich SLRs egal ob digital oder analog wesentlich ruhiger halten, da man die Kamera dicht am Körper hält (man muss ja durch den Sucher gucken

Viele Grüße, Bernd
Canon 440D
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jaja, sicher, aber dieser "kleinere Bildauschnitt" wird auf die gleiche Größe gebracht, wie das 15mm-Weitwinkel-Bild. Das bedeutet, das du mit einer Bewegung der Kamera eine wesentlich schnellere Seitwärts- (oder aufwärts oder was auch immer) -Bewegung in Deinem Bild hast. Stell Dir mal diesen langen Stecken als optischen Hebel vor...
Dein Zucken an der Kamera ist immer gleich, nur wirkt es sich bei stärkeren Vergrößerungen katastrophaler aus...
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Gruß,
Stefan
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- Ernst
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Ich habe voriges Jahr festgestellt, daß es bei der CP 5700 mit vollem Tele sehr schwierig ist, bei einer 1/250 sec scharfe Nahaufnahmen von sich bewegenden Motiven zu erhalten. Ab einer 1/500 sec gab es weniger Ausschuß. Für mich spielt die Brennweitenverlängerung auch eine Rolle.
@Minox
Du sagst das richtig, daß der Auschnitt mit zunehmender Brennweite kleiner wird. Je kleiner der Ausschnitt desto größer wird die Verwackelungsgefahr. Ich bin auch der Meinung, daß Rix da was verwechselt hat.
@Minox
Du sagst das richtig, daß der Auschnitt mit zunehmender Brennweite kleiner wird. Je kleiner der Ausschnitt desto größer wird die Verwackelungsgefahr. Ich bin auch der Meinung, daß Rix da was verwechselt hat.
lg
Ernst
D200 mit MB D200, D300 mit PDK-1; Nikon AF S 17-35 2.8D, AF S 28-70 2.8D, AF S Micro 60 2:8G, AF S VR Micro 105 2.8G, AF S ED 80-200 2.8D, TC-17E II; Sigma 18-200 F3,5-6.3 DC OS, 150-500 F5,-6,3 DG OS; Metz 44 AF-4N.
Ernst
D200 mit MB D200, D300 mit PDK-1; Nikon AF S 17-35 2.8D, AF S 28-70 2.8D, AF S Micro 60 2:8G, AF S VR Micro 105 2.8G, AF S ED 80-200 2.8D, TC-17E II; Sigma 18-200 F3,5-6.3 DC OS, 150-500 F5,-6,3 DG OS; Metz 44 AF-4N.