Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

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Moderator: donholg

Wiesenweihe
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Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von Wiesenweihe »

Moin und Hallo :)

Bei meiner D500 habe ich als AF-Einstellungen Gruppenmessfeld für z. B. Vögel im Flug und Einzelmessfeld (single-Point) für stille Objekte. Bei beiden Schärfepriorität statt Auslösepriorität, in den Einstellungen.
Grundsätzlich nehme ich mittlerweile eine Verschlusszeit von 1/4000s. Da ich oft Vögel mit sehr schnellem Flügelschlag (wie Turmfalken) scharf bekommen möchte, sowie immer Freihand-fotografiere.
Den ISO-Wert habe ich auf Automatik bei 100 bis Hi-0,3 (mittlerweile, vorher 100 bis 2000). Da ich oft auch bei stark bewölktem Himmel fotografiere.
Dazu arbeite ich immer mit komplett geöffneter Blende.
Was bei meinem Objektiv (Sigma 150-600mm Contamporary) Blende 6,3 bedeutet.
Mit diesem Objektiv fotografiere ich in der Regel immer mit voll ausgefahrenem Rohr (600mm + Cropfaktor der Kamera).

Gestern hatte ich das erste Mal den Bildstabilisator (OS 2 für vertikale und horizontale Bewegungen) mit ausprobiert, mit oben genannten Einstellungen, bei einer ca 3 Meter entfernten Blume (bei sonnigem Tag, im Halbschatten, diese dennoch genug Licht abbekam).

Rein objektiv betrachtet, sehen auf den ersten Blick alle Bilder immer erstmal "gut" aus.

Wenn man allerdings in das Bild hineinzoomt (hinein-cropt), wird das bei allen Bildern (wie etwa auch bei der 3 Meter entfernten Blume, bei ca 5 gleichen Schüssen) immer zu einem matschigen Brei, der keine feinen Haare, Pollen und sonstige Details darstellen kann.

Da meine Frage, an was das liegen kann bzw was ich falsch mache?
Bzw wie man wirklich haarfein scharfe Bilder bekommt, in die man entsprechend rein-cropen kann, auch bei bewegter/Freihand-Fotografie (z. B. bei fliegenden Vögeln)?
Was für Einstellungen nehmt ihr, für entsprechend scharfe Bilder beim Freihand fotografieren?

Viele Grüße :knips:

Edit: Ich fotografiere ausschließlich in RAW (Large Format).
Zuletzt geändert von Wiesenweihe am Do Aug 17, 2023 8:36, insgesamt 1-mal geändert.

FM2-User
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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von FM2-User »

Da bin ich ja doch nicht alleine.
habe am Wochenende zwei tele-Linsen u.a. mit der D500 im AF einmessen wollen.
Habe weder mit VR noch ohne bei 1/1600 ein wirklich scharfes Bild hinbekommen.
Schon auf dezentriertes Objektiv geschoben.

Aber dann: Selbe Linse, an D850 im DX-Mode schärfer als an D500. Auch bei zwei Stufen abgeblendet.
Habe eigentlich immer AF-C mit Button auf AF-on.
Mit AF-S und Schärfe-Prio müsst ich noch probieren, aber unsere Setups sind auch sonst zu ähnlich, um wirklich ein Problem hinter dem Sucher zu vermuten.

Was ich mir noch vor abreise vorgenommen habe aber vermutlich zeitlich nciht schaffe:
VR aus, AF-S mit Schärfe-Prio, , Fokus im LiveView, Spiegelvorauslösung bzw Auslösen in LV, 1/2000.
Das muss scharf sein!
LiveView ist bei Vögeln nicht hilfreich, also wieder aus.
Nächster Check. Wenn unscharf liegst an der AF-Sensor-Justage - > NPS. (Hatte ich versucht, hat aber nur bedingt geholfen).
Wenn doch noch scharf, als nächstes VR an und Vergleich.
Wenn hier der Fehler ist liegt es an der Kommunikation Kamera/Linse, wobei es der Body ist (s.o. - anderer Body und alles ok).
Hier ggf mit VR-Einstellungen spielen, aber ich fürchte auch hier -> NPS.

Bekomme ich aber immer noch scharfe Bilder hin, habe ich mit Zeiten und VR-Modi genug Parameter, um die Grenzen auszutesten, die dann im Feld auch nicht überschritten werden.

Ach ja. ISO ganz vergessen. Wie konnte ich.
Die Rauschunterdrückung bei HighIso könnte auch für den Matsch verantwortlich sein. (was auch immer die Kamera darunter versteht, 200 aufwärts)

... da ich das aber wie gesagt so schnell nicht hinbekomme, bleibt die D500 daheim, so leid es mir tut.
------------------
Gruss - Torsten


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Wiesenweihe
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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von Wiesenweihe »

Vielen Dank Torsten für diese Vergleichs-Erfahrungen!

Vielleicht finden wir ja den Fehler :)
FM2-User hat geschrieben:Die Rauschunterdrückung bei HighIso könnte auch für den Matsch verantwortlich sein. (was auch immer die Kamera darunter versteht, 200 aufwärts)
Das ist auch das erste an was ich dachte.
Aber Bilder bestenfalls nur mit Iso100 in besten Lichtverhältnissen zu schießen? Da kenne ich zu viel Bilder die auch nicht immer die absolut besten Voraussetzungen hatten. Oder kann man da mit Lightroom und Co da etwas weniger lichtstarke Tage bei Iso100 so verlustfrei (bei sehr dunklen Bildern) retuschieren (habe entsprechende Programme (noch) nicht)?
Etwas das ich hierbei auf jeden Fall auch noch probiere: die Rauschunterdrückung auf OFF zu stellen. Hatte diese erst immer auf "norm" und dann gar auf "stark" (da ich bei einigen Bildern ein vergleichsweise starkes Rauschen hatte).

Werde da auf jeden Fall hierzu die nächsten Tage bei entsprechenden Lichtverhältnissen noch etwas rumprobieren.
FM2-User hat geschrieben:Spiegelvorauslösung
Das werde ich ebenfalls noch ausprobieren.
Allerdings habe ich schon oft gelesen, das bei diesen DSLRs die Erschütterungen des Spiegelverschlusses nicht merklich sind.
FM2-User hat geschrieben:Wenn unscharf liegst an der AF-Sensor-Justage - > NPS. (Hatte ich versucht, hat aber nur bedingt geholfen).
Das hat mich da abgeschreckt:
AF-Feinabstimmung hat geschrieben:Verwenden Sie diese Funktion nur falls nötig; für die meisten Situationen ist eine Feinabstimmung des Autofokus nicht ratsam, da sie die normale Fokussierung negativ beeinflussen kann.
Aus: https://onlinemanual.nikonimglib.com/d7 ... 06_12.html

Oder kann der Nikon Service (NPS) da diese negative Beeinflussung auf verschiedene Brennweiten, durch eine andere Einstellung wie die die man selbst machen kann irgendwie verhindern?
FM2-User hat geschrieben:Aber dann: Selbe Linse, an D850 im DX-Mode schärfer als an D500. Auch bei zwei Stufen abgeblendet.
Das finde ich allerdings schon bemerkenswert!
Da ich ja auch dachte, das es vielleicht an einem Defekt meines Objektives liegt, da ich mit dem selben Objektiv (Internet, auch mit einer APS-C-Format-Kamera) eben schon knack-scharfe Bilder sah.

Bei deinem Test mit der D850 Vollformat trotz DX-Mode (APS-C Zuschnitt) man vielleicht aber auch die doppelte Megapixel-Anzahl nicht vergessen darf. Vielleicht wirkt der Qualitätsunterschied gar etwa nur durch die Pixelanzahl selbst bei entsprechend halbierten Zuschnittes so (obwohl das irgendwie keinen Sinn macht, da halbiert)?

Viele Grüße

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Bremenfrosch
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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von Bremenfrosch »

Moin,

das ist/war ein Problem, mit dem ich mich im Ultratele-Bereich auch lange herumgeschlagen habe. Zunächst vorab, ich habe zwei D500, die Ergebnisse waren für beide Gehäuse gleich.

Ich fotografiere nur in RAW, Fotodatenbank und 'Entwicklung' der Fotos in Lightroom, wenn es hart wird (im Telebereich ab ca. ISO 2000), wird mit Topaz Denoise AI entrauscht und geschärft. Meine Kameraeinstellungen habe ich in Tabellen zusammengefasst ( https://www.jorek-foto.de/aus-kamera.html?expandable=3 rechte Spalte, mitte).

Als ich die erste D500 kaufte, hatte ich das Tamron SP AF 70-300 F/4-5.6 Di VC USD als Tele. Sehr gutes, preisgünstiges Telezoom. Ich merkte aber schnell, das die Linse für die D500 zu langsam war. Es wurde gegen das Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:4 G ED VR getauscht. Das Objektiv ist schnell genug, sehr gute Ergebnisse, auch bei 200mm und Offenblende. Mit dem TC 1.4 III verlängert sich die Brennweite auf 280mm (420mm) bei f5.6, ich bemerke kaum Einfluss durch den TC.
Trotzdem war mir dieses Tele zu kurz und ich kaufte ein Nikon AF-S NIKKOR 80-400mm f/4.5-5.6G ED VR, in DX dann 600mm bzw. 840mm mit TC. Die Ergebnisse haben mich nur in wenigen Fällen zufriedengestellt, das Licht musste sehr gut sein und der VR brauchte viel Zeit, um einzurasten. Zoomlinsen sollen über den gesamten Zoombereich ein ausreichendes Ergebnis liefern, mein Nikkor war ein 5-fach Zoom, zu viel, um am langen Ende knackscharf zu sein. Bis 300mm war es sehr gut, aber das hatte ich ja bereits. Mit angesetztem TC musste ich sogar eine interne Fokuskorrektur in der D500 für die längste Brennweite machen, die Schärfe war trotzdem nicht zufriedenstellend. Die feinen Federn oder Haare konnte man beim Hineinzoomen nicht wirklich erkennen.

Das 80-400 wurde nun gegen eine Festbrennweite getauscht, Nikkor 300 PF-ED, an DX 450mm bei f4 bzw. mit TC 1,4 dann 630mm bei f5.6.

Die Ergebnisse der Festbrennweite sind erheblich besser als die des 5-fach-Zooms - muss wohl auch so sein. Auch bei 100-%-Crop kann man bei nicht zu hohem ISO-Wert und entsprechender Nachbearbeitung viele Details erkennen. Am Beispiel einer fliegenden Schwalbe:

Bild

Der Kormoran ist weniger gecroppt, mit der D500 bei 153 Fokusfeldern und 10 fps waren von den 27 Fotos des Vorbeiflugs nur 4 etwas aus dem Fokus. Schnell und exakt.

Bild

Die Linse ist leicht, flexibel durch die Verwendung m/o TC und liefert (wenn hinter dem Sucher alles stimmt :bgrin: ) sehr gute Ergebnisse. Ich hatte auch ein Nikkor 500 PF-ED ausprobiert, dass auch sehr gut funktioniert. Fixe 750mm an DX sind mir aber auf Dauer zu lang.

Ich kenne Vogelfotos, die mit der Kombi D500 mit Tamron 150-600 aufgenommen wurden. Unabhängig davon, dass der Fotograf weiß, wie man Vögel fotografiert, liefert die Kombi mit entsprechender Nachbearbeitung sehr gute Ergebnisse.

Zur D850: Die D850 hat selbst im DX-Modus noch 30 Megapixel, das sind knapp 50 % mehr als die D500 hat. Ob Crop oder Verkleinerung auf Forengröße, die MP müssen etwas bringen. Dazu ist die Kamera in der Entwicklung 1 Jahr jünger. Die D500 ist zwar gut aber keine Überkamera.

VG Holger 🐸
Nikon D500 / Nikon D90 / Fuji X20 - Vintage: Nikon EM / Nikon F-301 / Nikon F-501 / Nikon F 65 / Nikon CP 990 / Rollei 35 T / Minox 35 GL
https://www.jorek-foto.de
Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute. (Ansel Adams)

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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von FM2-User »

Bei soviel ähnlichen aber unabhängigen Bedingungen scheint doch was generelles vorzuliegen.
Meine "Test"-Linsen waren 500PF und 300PF jeweils ohne TC.
Die D850 hat in DX 20MP, keine 30 (~45,7/2,25). Daher dachte ich schon, es sei vergleichbar.
Ich konnte jetzt zwar keine neuen Tests machen aber schnell mal Kamera an, Wiedergabe, zoom-in.
Bei mir war es ein Storch in ca 200m Entfernung und ich hab verdammt nochmal nicht die Beschriftung seines Rings entziffern können.
Was mir jetzt auffällt: VR scheidet wohl aus. Da müsste die Unschärfe ja eine gewisse Verwackelungsrichtung zeigen.
Aber das Bild ist einfach nur "milchig" als wäre der Sensor leicht beschlagen.
Für Spiegelvorauslösung gilt das dann somit auch (und nein, wer immer behauptet, die modernen DSLR wären da nicht empfindlich, hat noch nie ernsthaft alle Kamera-Reserven nutzen wollen; mach ma Sterne und vergleiche - dann is das Thema beendet. Soll mit ner D3s glücklich werden, immer noch eine der besten Kameras).

Ähnliche Phänomene hatte beim letzten User-Treff mit dem 70.200VRiii an der D500. Damals hatte ich die Linse eingeschickt. War danach auch besser. Aber die Kamera hatte ich damals nicht in Verdacht. Seit heute, schon.

Bleiben also Rauschunterdrückung und AF-Justage.

es bleibt spannend.
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Gruss - Torsten


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Wiesenweihe
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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von Wiesenweihe »

Bremenfrosch hat geschrieben:Das 80-400 wurde nun gegen eine Festbrennweite getauscht, Nikkor 300 PF-ED, an DX 450mm bei f4 bzw. mit TC 1,4 dann 630mm bei f5.6.
Moin Holger,

das mit der Festbrennweite klingt sehr interessant. Vielleicht wird auch das meine Zukunft. Da ich ohnehin zu 90% mit 1ner Brennweite arbeite. Auch die Idee da einen Telekonverter zusätzlich zu benützen klingt interessant.
Mich bisher Telekonverter nur immer abgeschreckt hatten, da einige zumindest für mein Objektiv und ich glaube auch einige in den Amazon Bewertungen was andere Objektive betraf oft von Unschärfen bei zu hohen Brennweiten sprachen. Und daher oft meinten, das da der gecroppte Bildausschnitt bei einer entsprechend auflösenden Kamera und ca 200mm weniger Reichweite da ähnliche bis gleiche Ergebnisse liefert, was Schärfe betrifft. Bin in dem Thema was in dem Sinn Festbrennweiten mit Telekonverter betrifft, noch gänzlich unerfahren. Das scheint was ich laß dann wohl nur (einige) zoombare Tele-Objektive zu betreffen?

FM2-User hat geschrieben:und nein, wer immer behauptet, die modernen DSLR wären da nicht empfindlich, hat noch nie ernsthaft alle Kamera-Reserven nutzen wollen; mach ma Sterne und vergleiche - dann is das Thema beendet
Moin Torsten,

Hm das scheint ja dann eindeutig zu sein. Werde das auf jeden Fall noch probieren. Was mit allen Tests aber noch bis zum Wochenende warten muss.

Allgemein habe ich gesehen, das es da zu meiner Combi D500 mit Sigma 150-600 Contamporary doch auch ein paar Videos und glaube gar Testberichte gibt. Ein paar davon habe ich schon teils gesehen, die aber was die Bilderauswahl betraf ich noch nicht ganz stichhaltig empfand. Zumindest wurde nichts groß schlechtes über die Combi berichtet. Scheint zumindest aufgrund der Videos/Berichte wohl nicht gänzlich unbeliebt zu sein.

Werde demnächst näheres berichten :)

Viele Grüße

donholg
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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von donholg »

Bei Belichtungszeiten kürzer als 1/1250 fällt Verwacklung jeglicher Art als Grund für Unschärfe aus.
Auch der VC/VR/OS hat eher bei 1/100 und länger Probleme durch den Spiegelschlag im Resonanzfrequenzbereich.
Ich habe anfänglich mit dem 150-600 von Tamron auch ein paar Anläufe gebraucht, bis ich konstant scharfe Bilder hatte.
Am Ende war die richtie AF-Einstellung entscheidend, um bei bewegten Motiven eine gute AF Performance zu bekommen.
Vor allem, wenn Du bei statischen Motiven und kurzen Zeiten keine scharfen Bilder hast, ist der AF das Problem.
Das sollte bei Nutzung von Fokussierung über LiveView sofort auffallen.
Bei Action habe ich im AF-C ON Tasten Modus alle 51 Messfelder der D800 aktiviert und dann den Gruppen AF Wert d-9 gewählt, d.h. es werden 8 weitere Felder um den ausgewählten AF Punkt zu Tracking genutzt.
Der Ausschuss ist mit diesen Einstellungen auf unter 10% gesunken.
Die Bilder anbei sind alle mit der Kombi D800 / Tamron entstanden.

P.S. bei weiter entfernten Motiven versaut die Luftverwirbelung an warmen Tagen das Ergebnis so heftig, dass die Bilder nicht mal für ne Postkarte gut genug sind.

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Wiesenweihe
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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von Wiesenweihe »

Hallo donholg,

vielen Dank für den Tipp, und die Aufklärung.
Meine AF-Einstellungen müssten ähnlich sein.
Ich muss da zu Hause nochmal gucken.

Mein Objektiv, sowie Kamera habe ich gebraucht gekauft. Vielleicht hat jemand da gar auf eine Brennweite eine Feinjustierung gemacht, sodass diese sich auf mein Objektiv negativ auswirkt. Oder es liegt ein mechanischer Kleinst-Defekt im Objektiv vor. Da habe ich aber keine Ahnung wie man das feststellen könnte, da rein oberflächlich und hörbar zumindest nichts erkennbar.

Hast du oder jemand anderes hier Erfahrung mit Kleinst-Defekten, was Objektive betrifft?

Im übrigen tolle Bilder die du da geschossen hast!
Darf ich fragen wo du diesen Rotmilan vor die Linse bekamst?
Sind ja sehr selten, wäre ein Traum einen auch mal vor die Linse zu bekommen :D

donholg
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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von donholg »

Wiesenweihe hat geschrieben: Fr Aug 18, 2023 19:56 Darf ich fragen wo du diesen Rotmilan vor die Linse bekamst?
Sind ja sehr selten, wäre ein Traum einen auch mal vor die Linse zu bekommen :D
Wir wohnen in einem "Kaff" in Südhessen an der Bergstrasse und in 500m Entfernung von einem Naturschutzgebiet.
Wenn wir uns morgens oder abends die Füße vertreten, nehme ich gerne eine Nikon mit dem 150-600 mit und manchmal hat man eben Glück.
"Macht der Himmel Dir die Arbeit schwer, versuchs mit dem Verlaufsfilter."

Wiesenweihe
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Re: Fragen zur Detail-Schärfe bei D500

Beitrag von Wiesenweihe »

So.. habe nun etwas Zeit gehabt verschiedene Einstellungen auszutesten.

Und bin nun zu meinem Fazit gelangt, das es zumindest bei mir, was zum einen das Rauschen anbelangt (und damit auch zum matschigen Gesamtbild neben den Unschärfen beitrug) an den zu hohen ISO-Werten (Automatik, teils bis in die hi-res Bereiche der D500 bei entsprechendem Licht) und zu hohen Verschlusszeiten (4000) lag + vor allem was die allgemeine Unschärfe betrifft meiner Meinung nach an meiner Fehlhaltung lag, das lange Objektiv mit der linken Hand mittig zu halten (es dadurch bei 600mm zu viele Verwackelungen gab), anstatt das Objektiv ganz vorne an der Linse zu halten.

Edit: was ich ganz vergaß zu erwähnen - die Blende habe ich bei 600mm nun konstant auf f9 eingestellt. Da ich erfuhr, aus diesem Video:https://youtu.be/QXy7GbZtdPI?feature=shared, das jede Brennweite mit einer gewissen Blende besser funktioniert (Schärfe), als mit einer komplett geöffneten Blende bei Tele-Objektiven.
Dies könnte zusätzlich zu schärferen Bildern geführt haben.


An den AF-Einstellungen liegt es definitiv nicht.
Wenn dann an einem mechanischen kleinst-Defekt an der Automatik des Objektives. Das ich denke ich aber auch ausschließen kann. Denn dann wären glaube die Bilder um einiges unschärfer.

Dennoch denke ich, muss ich mit dem Objektiv noch viel üben, so wie auch du @donholg schriebst:
donholg hat geschrieben:Ich habe anfänglich mit dem 150-600 von Tamron auch ein paar Anläufe gebraucht, bis ich konstant scharfe Bilder hatte.
Gerade was schnelle Vögel beim Vorbeiflug betrifft, da eine ruhigere Kameraführung + auch nicht mit Bilder-schießen geizen darf. Da ich bisher immer nur 5 Bilder pro Sekunde schoss, anstatt z. B. 7 oder gar 10. Das bei mir auch ein wenig durch meine Angst kam, die Standzeit des Verschlusses damit zu sehr zu verschleißen. Durch solche Angaben, wie: bei 300.000 Bildern max. ist bei den meisten Kameras Schluẞ dazu führte. Meine zudem gebraucht ist. Wobei ich noch nicht die bereits geschossene Bildanzahl der Kamera weiß.

Trotz meines Fazit's nun hier ein Test-Bild + Zuschnitt des Bildes von Vorgestern, und die Bitte wer mag, mir zu sagen ob aus so einem Bild bei solch einem Licht (momentan immer wenn ich frei habe bewölkt :(( ) noch mehr Schärfe rauszuholen ist, oder ob die Schärfe die man hier sieht so wie sie ist gut ist (ich weiß das Schärfe vor allem durch ein gutes - nicht zu grelles Licht+Schattenverhältnis entsteht, mir geht es hier eher um matschig/defekt oder normal/kein Defekt):

Dieses Bild ist das Original-Format und nicht bearbeitet (abgesehen das es nur noch ein paar Kilobyte an Daten hat zwecks Internetdarstellung):
Bild f/5,6 - 1/800 - 300mm - Iso900
Edit: das ist ein Smartphone-Screenshot der RAW-Datei

Dieser Zuschnitt ist ebenfalls nicht nachbearbeitet:
Bild
Edit: das ist ein Smartphone-Screenshot der RAW-Datei

Was haltet ihr von der Schärfe-Qualität der Vergrößerung/Zuschnitt (abgesehen vom schlechten Licht)?
donholg hat geschrieben:Wir wohnen in einem "Kaff" in Südhessen an der Bergstrasse und in 500m Entfernung von einem Naturschutzgebiet.
Wenn wir uns morgens oder abends die Füße vertreten, nehme ich gerne eine Nikon mit dem 150-600 mit und manchmal hat man eben Glück.
Das klingt toll, das scheint ein sehr intaktes Gebiet zu sein, sodass sich selbst ein solch seltener Vogel blicken lässt :D
Das Tamron-Objektiv scheint da gute Dienste/Qualität zu leisten, toll!
Hast du auch Tele-Festbrennobjektive? Und falls ja, siehst du da den Qualitätsunterschied als bedeutend besser, ähnlich oder teils gar gleich mit Telezoom-Objektiven an?
Bremenfrosch hat geschrieben:Meine Kameraeinstellungen habe ich in Tabellen zusammengefasst
Hallo Holger, ich habe in deiner Tabelle gesehen, das du nur eine 12Bit Farbtiefe bei den Raw's benutzt. Ist der Qualitätsunterschied zu 14Bit in der Bilder-Darstellung und Bearbeitung etwa so gering, oder was ist der Grund dafür?
Ich kenne mich da noch nicht so aus bzw fehlen mir noch aussagekräftige Bild-Vergleiche.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Wiesenweihe am Sa Aug 26, 2023 18:25, insgesamt 1-mal geändert.

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