Spotmessung äussere Messfelder ungenau ?

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Spotmessung äussere Messfelder ungenau ?

Beitrag von RX-O » Mo Apr 16, 2018 16:49

Servus Nikon Gemeinde


meine D4 mit dem 24 70 waren vor kurzem nach einem Sturzschaden beim Service.
Kurz nach der Ankunft den Fokus getestet alles bestens. Am Wochenende habe ich ein Konzert mit der Ausrüstung fotografiert und musste ständig manuell Gegenregeln. Die Kamera stand wie bei diesen Arbeiten üblich auf Spotmessung. Gefühlt waren die Bilder an den äusseren Messfeldern 1/3 Blenden dunkler als an dem zentralen Messfeld.
Ich hab dann zuhause das ganze nochmals bei einem Shooting mit meiner Frau getestet. Das zentrale Messfeld lieferte eine Korrekte Belichtung wobei die äusseren wieder ein zu dunkles Bild ablieferten.
Beim arbeiten mit den Studioblitzen konnte ich die Veränderung schön an der Skala ablesen.
Jetzt stellt sich mir die Frage ob ich das bisher nicht bemerkt habe oder ob noch ein weiterer Defekt vorliegt.

Gruß Sven

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Beitrag von donholg » Mo Apr 16, 2018 21:01

Fotografiere doch mal eine gleichmäßig helle Fläche mit einer Spotmessungsreihe durch alle Fokusfelder von links nach rechts.
Ich vermute, dass es nicht am Objektiv liegt, sondern die Kamera das so als Programm vorsteuert.
Eigentlich wird durch die Vignettierung das Bild zum Rand dunkler und die Kamera müssste gegensteuerrn und die Bilder immer heller werden.
"Macht der Himmel Dir die Arbeit schwer, versuchs mit dem Verlaufsfilter."

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Beitrag von RX-O » Mo Apr 16, 2018 21:34

Danke werd ich machen, dachte eigentlich auch das die Kamera das ausgleichen müsste. Ich habe vorhin mal alle relevanten Einstellungen durchgeschaut, passt eigentlich alles. Ich halt euch auf dem laufenden :super:

Gruß Sven

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Beitrag von FM2-User » Di Apr 17, 2018 9:30

hmm, is mir so nie aufgefallen.
Irgendwelche eingebauten, besser wissenden ADL-Ingenieure?

Auch auf die Gefahr, mich als Dummbatz outen:
Belichtungsmessung SPOT --> immer die Mitte, egal wo der AF liegen soll.
Zumindest dachte ich das bisher immer, und hatte damals mit meiner D4 auch nie was anderes bemerkt.

Aber 1/3-Blende --> da kommt der Physiker in mir durch --> alles Meßfehler :P
------------------
Gruss - Torsten


ich befürchte, ich bin wach


(gesehen auf einer Postkarte von bruederbach.de)

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Beitrag von RX-O » Di Apr 17, 2018 21:54

Torsten das dachte ich bisher auch. Scheinbar nutzt die mittenbetonte Messung wie der Namen schon sagt die Bildmitte zu 80 % und den Rest zu 20 %.
Die Spotmessung findet wohl dort statt wo sich das aktive Messfeld befindet, wobei der Bereich für die Belichtung doppelt so groß ist wie das eigentliche Messfeld. Da ich viele Konzerte fotografiere ist die Spotmessung für mich entscheidend. Es muss schnell gehen für Korrekturen bleibt kaum Zeit.
Jetzt hab ich das gute Stück mal eingetütet und nach Düsseldorf gesendet. Sie konnten das "Problem" am Telefon nicht nachvollziehen :-)

Gruß Sven

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Beitrag von GertK » Mo Apr 23, 2018 11:43

So steht es ja auch in den Handbüchern: Spotmessung beim aktiven Fokusfeld. Ist lt. Handbuch nicht beschränkt auf die Fokusart (Linien, Kreuz).

Das Ergebnis interessiert mich auch sehr, auch wenn ich zu 99% nur das mittlere Fokusfeld nutze. Bin mehr der Fokus Fixierer und Verschieber des Ausschnitts.
Schöne Grüße
Gert
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Beitrag von RX-O » Mo Apr 23, 2018 16:25

Servus Zusammen


die Ausrüstung ist vom Service zurück. Ich habe nochmal kurz mit dem Techniker sprechen können, laut seiner Aussage liegen alle Felder in der Toleranz. Getestet wurde das ganze an einer grauen Wand mit dem gleichen Ergebnis an Belichtung.
Allerdings traten unterschiede in der Belichtung auf wenn man das Auge ein Stück vom Okular nimmt. Das Streulicht ändert die Belichtung deutlich sichtbar. Da ich Brillenträger bin halte ich wohl das Auge automatisch etwas weiter weg.
Klingt im ersten Moment komisch macht aber spätestens Sin wenn man eine Belichtungsreihe bei geschlossenem Okular durchführt.
Im Heimstudio fotografiere ich ja meist hochkant, werden die Bilder beim Einmessen über TTL zu dunkel kann und muss ich Gegensteuern.
Gruß Sven

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Beitrag von GertK » Di Apr 24, 2018 9:58

Dann sollte Nikon aber doch schwarze "Photographentücher" ins Sortiment aufnehmen, die man sich über den Kopf und die Kamera legt, wie man das früher mal hatte.

Im Ernst: ich vergesse meistens, den Okkularverschluß zuzumachen. Der hat wohl seinen Sinn...
Schöne Grüße
Gert
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Beitrag von Bernhard » Di Apr 24, 2018 15:34

Ja, diesen Effekt kenne ich von allen meinen bisher bedienten Nikons außer der FM2 :-(

Als ich um die Jahrhundertwende (2000) von Olympus auf Nikon umgestiegen bin, war dies - von Größe und Gewicht abgesehen - einer der markantesten Unterschiede. Ganz krass, wenn die Kamera fürs Gruppenfoto auf dem Stativ mit dem Okular zur helleren Seite steht. Hier war ich vom Belichtungskonzept und der autodynamischen Mess-Steuerung der OM 4Ti doch verwöhnt. Da kannte ich dieses Problem nicht.
Mittlerweile hab ich mir halt eingebleut, bei Stativ auf M zu stellen. Denn einen Okularschalter hat meine D 7000 nicht.

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Beitrag von RX-O » Di Mai 01, 2018 0:29

Servus Zusammen

Bernhard, Gert auf dem Stativ arbeite ich nur noch selten. Bisher lediglich bei Nachtaufnahmen und da hab ich auf die schnelle ein Tuch über das Okular gelegt.
Als Brillenträger hält man die Kamera wohl automatisch nicht so nah ich zumindest. Falls in Zukunft eine Belichtungsmessung daneben geht kenne ich zumindest diese Fehlerquelle. Man lernt nie aus :-)

Gruß Sven

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