Welche DSLR für (Ex-)Analogfan?

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Moderator: donholg

donholg
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Beitrag von donholg » Di Mär 08, 2016 21:38

+1
Ich habe nach den ersten 10 Filmen auch die Nase voll gehabt.
Dem Staub bin ich mit meinem Kompressor zu Leibe gerückt.
Mit 10bar abgepustet ist nicht mehr viel Staub zu sehen :bgrin:
"Macht der Himmel Dir die Arbeit schwer, versuchs mit dem Verlaufsfilter."

Helge55
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Beitrag von Helge55 » Mi Mär 09, 2016 9:19

Zum Scannen empfiehlt sich ein Nikon Coolpix 4000. Der scannt ein Dia bei 1200 dpi in ca. 6 Minuten und gibt auf Wunsch ein NEF aus. Das hat doch was. Fusseln, Kratzer und andere Schweinereien macht er ganz ordentlich weg. Ich hatte mal einen geliehen bekommen und konnte damit meine 300 Lieblingsdias einscannen.
Blöd nur, dass der nicht mehr gebaut wird und gebraucht immer noch um die 1000 Taler kostet.


Viele Grüße

Helge
D700, 50/1.8 AF-D, 105/2.5 AI, 180/2.8 AF, 24-50/3.3-4.5 AF, 35-135/3.5-4.5 AF, 70-300/4-5.6 AF-D ED, 2x SB-25, 2x Yongnuo 622N, Yongnuo 622N-TX

La18y
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Beitrag von La18y » So Mär 13, 2016 18:29

trembling hat geschrieben:Ich mache Farbdias und SW-Fotos. Ich würde die digitale Kamera als Ersatz für die FM2 sehen. Obwohl SW...vielleicht hier nicht?
Weshalb ich das gefragt habe: Vom Farbdia zum Full-HD-Beamer zu gehen wäre von der Auflösung her kein Gewinn, da können die 12 Megapixel der D700 immer mithalten, der Beamer hat nur 2.
DSLR-Fotos können zwar in SW konvertiert werden, aber in Rot- und Blaukanal hätte man mit der D700 jeweils nur armselige 3 Megapixel und mit der D6*0 wenigstens schon mal 6. D. h. ein rotes Filterglas bringt analog einfach nur die gewünschte Filterwirkung, digital simuliert bekommt man automatisch einen Weichzeichner dazu. Fotografiert man ohne Filter SW, merkt man kaum einen Unterschied.
Bei Farbnegativ hat man nicht viel Kontrolle über den Entwicklungsprozeß, wenn man alles dem Labor überläßt. Also kurzgefaßt:

Farbnegativ -> digital besser, D700 reicht
Farbdia -> analog besser, D700 reicht
SW -> hier könnte sich eine D6*0 lohnen

trembling
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Beitrag von trembling » Sa Mär 26, 2016 21:07

Vom Farbdia zum Full-HD-Beamer zu gehen wäre von der Auflösung her kein Gewinn, da können die 12 Megapixel der D700 immer mithalten, der Beamer hat nur 2.
Einen Beamer woltte ich nicht anschaffen. Bildershow ist ja gut und schön, aber das müßte dann über den Monitor gehen.
ein rotes Filterglas bringt analog einfach nur die gewünschte Filterwirkung, digital simuliert bekommt man automatisch einen Weichzeichner dazu.
Wie ist das denn eigentlich, benutzt man digital für SW Gelb- oder Orangefilter? Oder funktioniert das da gar nicht?
Also kurzgefaßt:
Farbdia -> analog besser, D700 reicht
Was meinst Du mit analog ist besser? Vergleich von Dia zu Beamerbild?

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Sollte mal wieder fotografieren...
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Beitrag von FM2-User » So Mär 27, 2016 22:44

ich erlaube mir mal, kurz zu antworten.

1) für den Monitor oder FULL-HD-Fernseher reicht die Auflösung der D700 völlig. MAn kann halt kaum Ausschnitte machen, mit 12MP, aber als Analogi ist das in der Regel kein Thema, erst recht nicht, als Dia-Fotograf. Ich weiss, wovon ich rede. Eine D8x0 ist da richtig nett, wenn man sie mal hat, aber ohne geht auch.

2) gar kein Filter bei der AUfnahme. Man nimmt Farbe auf, wandelt geeignet um (unter Beibehaltung der einzelnen Kanäle) und kann dann alle Filter am Rechner simulieren. Weichzeichner meint, dass bei z.B. mit einem Rotfilter vor der Linse vor allem die roten Pixel des Sensors bildgebend angesprochen werden (und jeder zweite grüner und vierte blaue dunkel wird), das ist eben am Ende nur jeder vierte (Stichwort -> Bayer-Pattern). Aus 12MP werden dadurch drei.

3) Bis heute bei unter 6000 Euro --> JA!!!!!
Auflösung ist nciht das Thema, wenn man nicht in 1m vor der Leinwand sitzt, aber die Farbgebung ist und bleibt auch heute noch analog besser.
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Gruss - Torsten


ich befürchte, ich bin wach


(gesehen auf einer Postkarte von bruederbach.de)

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Beitrag von La18y » Di Mär 29, 2016 0:56

Danke FM2-User, da warst Du schneller als ich :cool:.

Diaprojektor und Beamer zu vergleichen ist nicht so pauschal möglich; ob analog oder digital besser wäre, kann bei jedem Bild anders sein. Z. B. kann man ein 12-Megapixel-Foto nachbearbeiten und auf den gewünschten Ausschnitt zuschneiden, ein Dia nicht. Dafür kann man Dias im Hochformat projizieren. Für Beamer oder Präsentation am Monitor muß man sich erst einmal daran gewöhnen, grundsätzlich alles (zusätzlich) im Querformat zu fotografieren, auch wenn das Bild im Hochformat schöner aussieht.

Schwarzweiß digital wird, wie schon gesagt, in Farbe aufgenommen und dann in Graustufen umgerechnet. Ob man dazu noch Filter braucht, ist eine gute Frage. Beim Gelbfilter wird der Blaukanal verworfen und nur mit Rot und Grün weitergearbeitet (entspricht 9 Megapixel mit der D700), mit simuliertem Rotfilter bleiben 3 Megapixel Rotkanal übrig, oder 6 Megapixel mit der D6*0.

Beim Orangefilter könnte ich es nicht genau sagen. Mit vorgeschraubtem Filter wird cyanes und grünes Licht rausgefiltert und gelbes durchgelassen - der Grünkanal bekommt dann nur gelbes Licht, der Rotkanal sieht keinen Unterschied und im Blaukanal sollte nichts ankommen. Ohne vorgeschraubtes Filter kann der Sensor im Grünkanal nicht zwischen cyan (480 nm), grün (525 nm) und gelb (590 nm) unterscheiden. Ob die Kamerafirmware oder ein RAW-Konverter diese Hürde überwinden kann, weiß ich nicht. Und ich bezweifle, daß ein Nikon-Mitarbeiter solche Details hier postet. ;)

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